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Am Abend des 23. Mai 2017 lud der Pferdesportverband Rheinland zu seiner diesjährigen Mitgliederversammlung ins Pferdesportzentrum auf Gut Langfort ein. Insgesamt 43 Stimmberechtigte sowie einige weitere Interessenten kamen nach Langenfeld, um Präsidium und Vorstand bei der vielfältigen Erörterung des vergangenen Jahres zu lauschen - und natürlich auch die Zukunft des rheinischen Pferdesports zu diskutieren.
Zunächst aber hieß PSVR-Präsident Dr. Matthias Söffing alle Anwesenden herzlich Willkommen und freute sich insbesondere über das Erscheinen der Ehrengäste. Das waren allen voran PSVR-Ehrenpräsident Friedrich Witte sowie Martin Spoo und Theodor Leuchten, Geschäftsführer und Vorsitzender des Rheinischen Pferdestammbuchs sowie Daniel Stegemann, Vorstand des westfälischen Pferdesportverbands. Nach gemeinsamen Gedenken der verstorbenen Mitglieder hatte Dr. Matthias Söffing eine freudige Nachricht zu verkündigen - und zwar die Geburt des Sohnes von Judith Ebbert, die aufgrund dieser Umstände aus dem Vorstandsposten ausgeschieden ist. Deshalb ist nun Rolf-Peter Fuß wieder alleiniger Vorstand des Pferdesportverbandes Rheinland. In seinem langjährigen Amt natürlich immer noch ganz Zuhause, berichtete dieser gern von den zahlreichen Veranstaltungen im rheinischen Pferdesportzentrum. Doch zunächst stellte Anne Kathrin Teigelkämper den Jahresbericht 2016 vor. Wenn auch im Verlauf der letzten zehn Jahre insgesamt ein Rückgang der Mitgliedszahlen zu verzeichnen war, so konnte sich der Pferdesportverband Rheinland von 2015 auf 2016 über einen leichten Anstieg freuen. Und auch den Zuspruch zu Lehrgangsveranstaltungen, die Beteiligung an Basispass- und Reitabzeichenprüfungen sowie den Anstieg der Pferdeleistungsschauen konnte sie positiv hervorheben. In großer Runde lohnte es sich zudem, sich noch einmal die besonderen Events des vergangenen Jahres ins Gedächtnis zu rufen. So sorgten der Landesjugendtag, das Vielseitigkeitswochenende, Voltigieren auf Gut Langfort, der rheinische Ausbildertag, der Bundesvierkampf und das Late Entry Vielseitigkeit auf ihre Weise für volles Haus und begeisterte Teilnehmer. Nicht unerwähnt blieben natürlich auch die großartigen Erfolge der rheinischen Reiter in einem so besonderen Sportjahr. Denn 2016 gab es nicht nur siebzehn EM-Medaillen, zwölf EM-Medaillen und drei WM-Medaillen für das Rheinland, sondern auch zwei olympische Medaillen aus Rio de Janeiro. Ein weiteres wichtiges Thema, das es im Zuge des Jahresberichts zu besprechen galt, war die Pferdesteuer. Denn hier hatte es 2016 einen Fall in der unmittelbaren Nähe Langenfelds, nämlich in der Stadt Solingen gegeben, den der Pferdesportverband Rheinland jedoch durch gute Aufklärungsarbeit entschieden abweisen konnte. Zudem war der PSVR an den Novellierungsprozessen des Landschaftsgesetzes beteiligt, das Anfang 2017 durch das Landesnaturschutzgesetz abgelöst wurde. Im Hinblick auf die Reitregelung herrschen derzeit noch Übergangsfristen, ab dem 01.01.2018 tritt jedoch eine neue Regelung in Kraft. Diese beinhaltet folgende Änderungen: Das Reiten im Wald ist grundsätzlich auf allen Fahrwegen gestattet. Ausnahmsweise kann es untersagt werden. Nach der Definition sind Fahrwege befestigte oder naturfeste Waldwirtschaftswege. Das Führen von Pferden in der freien Landschaft und im Wald richtet sich nach den Vorschriften über das Reiten. Das Führen von Pferden im Wald ist darüber hinaus auf allen Wegen gestattet. Das Verbot, Hunde mitzuführen, wurde wieder gestrichen. Eine einheitliche Kartierung darüber, welche Regelungen für das Reiten im Wald in den Kreisen und kreisfreien Städten Anwendung finden werden, wird vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW zum 01. April 2018 veröffentlicht.
Nach Hervorheben der ehrenamtlichen Gremienarbeit mit 34 Sitzungen in 2016, nutzte Rolf-Peter Fuß schließlich die Gelegenheit, noch einmal genauer auf das breite Spektrum an Aktivitäten im Pferdesportzentrum Rheinland zu sprechen zu kommen, das seit 2006 an Veranstaltungen hinzugekommen ist. Die Rheinischen Meisterschaften in Dressur und Springen, den Tag der offenen Tür, das Turnier des Reit- und Fahrvereins Gut Langfort, den Berufsreitertag, den Landesjugendtag, den rheinischen Tag des Ausbilders, das Voltigieren auf Gut Langfort, das Vielseitigkeitswochenende, den Bundesvierkampf und nicht zuletzt zahlreiche Fortbildungen auf Bundesebene hatte er hier zu erwähnen. Die Landes- Reit- und Fahrschule, die optimale Kapazitäten für einen pferdesportlich gefüllten Terminkalender bietet, veranstaltet jährlich zudem circa 70 Lehrgänge mit 1100 Teilnehmern aus allen Disziplinen, 50 Seminare oder Prüfungen für Richter mit rund 2500 Teilnehmern sowie zahlreiche Sichtungs- und Trainingsmaßnahmen für die talentiertesten rheinischen zwei- und vierbeinigen Pferdesportler. „Die Ausbildung von Reiter und Pferd gemäß der FN-Richtlinien ist Zweck und Aufgabe unseres Verbandes, der auch deshalb die Führung und Trägerschaft der Landes- Reit- und Fahrschule Rheinland innehat. Unser Engagement in diesem Bereich weiten wir deshalb seit mehr als zehn Jahren stetig aus“, setzt der PSVR-Vorstand ein rundum positives Fazit unter diesen Tagesordnungspunkt. Es folgte die Entgegennahme der Jahresrechnung sowie der Bericht der Rechnungsprüfer mit positivem Ergebnis und der einstimmigen Entlastung von Präsidium und Vorstand. Die Rechnungsprüfer Wolfgang Domke, Martin Vollmer und Hans-Willi Weber wurden wiedergewählt. Und nachdem Rolf-Peter Fuß verkündete, dass sich an den Mitgliedsbeiträgen des Verbands nichts ändern würde, hatte er die Aufgabe, die Laudatien für diejenigen Mitglieder zu verlesen, die an diesem Abend für ihre besonderen Leistungen von PSVR-Präsident Dr. Matthias Söffing ausgezeichnet wurden. 

So wurde Thomas Dietz aus Ratingen die Ehrennadel in Gold verliehen. Denn mit seinem im wahrsten Sinne des Wortes florierenden Unternehmen ist er international bekannt - und zwar für seinen einzigartigen Blumenschmuck in noch so anspruchsvollen Springparcours. Längst hat er über die Grenzen des Rheinlands hinaus sein glückliches Händchen in der Gestaltung von Hindernissen bewiesen, war beim CHIO Aachen und sogar schon bei dem Olympischen Spielen tätig. Nicht umsonst ist Thomas Dietz so gefragt, wenn es darum geht, einen Parcours individuell und passend zu schmücken: Der gelernte, talentierte Florist ist ehemaliger Springreiter und weiß deshalb auch aus sportlicher Sicht, worauf es ankommt. Bis zu den Deutschen Meisterschaften war Thomas Dietz selbst im Springsattel erfolgreich, er ist Träger des Goldenen Reitabzeichens. Und auch heute ist er nicht nur beruflich dem Pferdesport eng verbunden: Seine Tochter Theresa ist national wie international erfolgreiche Springreiterin.
Auch Claudia Fahnenbruck wurde mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Selbst noch vor wenigen Jahren auf Turnieren aktiv und erfolgreich, engagiert sie sich heute als Geschäftsführerin im Vorstand der Interessengemeinschaft Vielseitigkeit Rheinland. Ehrenamtlich sorgt die Duisburgerin hier nicht nur dafür, dass die Geschäfte der 2009 gegründeten, schnell bedeutsam gewachsenen Gemeinschaft „rund“ laufen, sondern setzt sich auch persönlich auf Events und Turnieren ein.
Beate Frenzen erhielt im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung die Trainer-Nadel des Pferdesportverbands Rheinland. Bekannt und beliebt ist die Krefelderin zunächst für die Erfolge ihrer beiden Töchter Annabel und Michelle. Selbst bis zur schweren Klasse der Dressur erfolgreich, unterstützt Beate Frenzen seither mit ihrem Mann Achim die Ausbildung und Förderung der beiden talentierten Dressurreiterinnen. Aber auch anderen Reitschülern nimmt sie sich mit Hingabe an und engagiert sich insbesondere im Bereich der Jugendförderung. Zudem ist Beate Frenzen auch als Richterin gefragt und nicht zuletzt unterstützende Kraft in der erfolgreichen Pferdezucht ihres Mannes.
Stefanie Wittmann durfte sich ebenso über die Trainer-Nadel freuen. Die Duisburgerin bietet auf dem Bengerhof zahlreichen zwei- wie vierbeinigen Dressursportlern ein Zuhause und widmet sich mit Passion ihrer Ausbildung. Viele ihrer Schülerinnen und Schüler, hervorzuheben sind hier sicherlich Laetitia und Cosima Terberger sowie Christina Gränzdörffer, sind aktuell hocherfolgreich. Die Trägerin des Goldenen Reitabzeichens in der Dressur reitet seit ihrer Kindheit und kam nach einem kleinen Umweg über den Spring- und Vielseitigkeitssattel wieder zum Dressursport zurück. Ihre Pferdewirtschaftsmeisterausbildung legte sie mit Auszeichnung ab.
Die St. Georg-Plakette erhielt Claudia Haller aus den Händen von Präsident Dr. Matthias Söffing. Für die Entwicklung und Förderung des Dressursports, allen voran der ambitionierten Nachwuchsreiter, engagiert sich die Düsseldorferin unermüdlich. In ihrem Ausbildungsstall widmet sich Claudia Haller, Trägerin des Goldenen Reitabzeichens, mit ihrem großen theoretischen wie praktischen Erfahrungsschatz der individuellen Ausbildung von Reiter-Pferd-Paaren. Dabei bewährt sich ihr Konzept, neben Trainingszielen auch das große Ganze nicht aus dem Blick zu verlieren und Aspekte wie Gesundheit, Fütterung und Management als ganzheitlichen Service zu beachten. Bestes Beispiel dafür ist ihre Tochter Juliette Piotrowski, die in ihrer Karriere bereits zahlreiche bedeutende Erfolge unter rheinischer Flagge sammeln konnte.
Außerdem erhielt Wulf Mannherz die Große Medaille als Auszeichnung für seine vielfältigen Verdienste rund um den rheinischen Pferdesport. Er engagiert sich nun schon lange Jahre im Kreisreiterverband Oberberg und ist auch im Verbandsausschuss des Pferdesportverbands Rheinland tätig. Nicht nur als Ausbilder für Land- und Pferdewirte mit Schwerpunkt Zucht und Haltung, sondern auch als Trainer in Dressur und Springen teilt er seine Leidenschaft und Expertise mit anderen Pferdesportbegeisterten. Der selbst in verschiedenen Disziplinen erfolgreiche Reiter aus Waldbröl ist zudem als Richter auf zahlreichen rheinischen Turnieren und auch in Reitabzeichenprüfungen tätig und leistet große Unterstützung in der Förderung des Reitsports.
Nicht zuletzt verfügt der Pferdesportverband Rheinland seit dem 23. Mai über ein Ehrenmitglied mehr in seinen Reihen, denn unter Zustimmung der Anwesenden wurde Camillo Hündgen dieser Status im Rahmen der Mitgliederversammlung verliehen. Er ist langjähriger Vorsitzender des Kreispferdesportverbands Aachen, bis vor wenigen Jahren war er zudem im Präsidium des rheinischen Pferdesportverbands aktiv. Mit dem Goldenen Reitabzeichen in der Dressur ausgestattet, schlägt Camillo Hündgens Herz seit jeher für den Sport im Viereck. Und auch wenn er heute nicht mehr selbst in den Sattel steigt, bleibt er seiner Passion als Richter treu. Im Richteramt ist der Aachener international bis Grand Prix-Niveau gefragt.
In freudiger Stimmung ging so der Abend Zuende, an dem sich im Anschluss an die Versammlung die Gelegenheit bot, bei Snacks und Getränken gemeinsam weiter über das zu sprechen, was letztlich alle Anwesenden dazu bewegt hatte, nach Langenfeld zu kommen: Die vielen tollen rheinischen Reiter und Pferde.  

Text: www.pemag.de