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Rheinische Dressurreiter in Aachen hocherfolgreich


Der CHIO in Aachen stellt in jedem Jahr sowohl für die Reiter, als auch für die Besucher ein absolutes Highlight im Veranstaltungskalender dar. Die Stimmung vor Ort ist stets besonders und es wird ganz besonders guter Sport in den verschiedensten Disziplinen geboten. In diesem Jahr konnten die rheinischen Reiter dazu beitragen, die Zuschauer im Deutsche Bank Stadion nachhaltig zu begeistern. Sie lieferten gute Runden, die zu zahlreichen Platzierungen führten.
Allen voran einmalmehr Isabell Werth, die mit Weihegold OLD Teil des Nationenpreis-Teams war. Im Sattel der Don Schufro-Tochter setzte die Rheinbergerin gleich im Grand Prix ein deutliches Zeichen. Mit 83,271 Prozent piaffierte das Paar souverän zu Rang eins in dieser Prüfung. Harmonisch und ausdrucksstark zeigten sich Werth und Weihegold auf dem Viereck und wurden von den Richtern mit entsprechenden Noten belohnt. Damit verwies das Paar Kristina Bröring-Sprehe und ihren ebenfalls bestens aufgelegten Desperados FRH auf Rang zwei, während sich Dorothee Schneider und ihr ausdrucksstarker Showtime FRH an dritter Stelle platzieren konnten. Sönke Rothenberger und Cosmo komplettierten den deutschen Erfolg auf Rang fünf. Dass das deutsche Team an diesem Tag im Nationenpreis in Führung gehen würde, war mit einem Blick auf die Starterliste bereits im Vorfeld mit großer Wahrscheinlichkeit zu erahnen, doch auch wenn die besten Reiter anderer Nationen fehlten, gab das deutsche Quartett mit seiner Leistung eine ganz klare Marschrichtung für Rio vor. Denn auch im Grand Prix Special zeigten sich die deutschen Reiter bestechend und das trotz einiger Fehler, die den Paaren im Prüfungsverlauf unterliefen. Diesmal hatten Kristina Bröring-Sprehe und ihr ausdrucksstarker Rapphengst die Nase vorn. An zweiter Stelle platzierten sich Dorothee Schneider und Showtime. Isabell Werth hatte mit Weihegold OLD auf dem Abreiteplatz das System ein wenig umgestellt, kleinere Unstimmigkeiten während der Prüfung haben der erfahrenen Reiterin aber gezeigt, dass die vorherige Herangehensweise besser zu der engagierten Stute passt. Trotz der Fehler war aber auch diese Vorstellung eine herausragende Runde des Paares, die am Ende mit 80,686 Prozent und Rang drei belohnt wurde. Sönke Rothenberger konnte sich erneut Rang fünf sichern. Nach dem überlegenen Sieg im Nationenpreis gab die Deutsche Reiterliche Vereinigung dann auch das Team für die Olympischen Spiele in Rio bekannt. Nach Brasilien werden die gleichen Reiter und Pferde reisen, die auch in Aachen das Team bildeten. Als Ersatzreiter wurde Hubertus Schmidt mit Imperio nominiert.
Das deutsche Damen-Trio bedankte sich für diese Nominierung am Turniersonntag auf seine ganz eigene Art. Mit überragenden Runden in der Kür unterstrichen sie erneut ihre Klasse und zeigten, dass sie in Rio nicht leicht zu schlagen sein werden. Mit über 88 Prozent setzte sich Kristina Bröring-Sprehe erneut an die Spitze des Feldes. Sie setzte den Hengst harmonisch zur für Desperados eigens komponierten Musik perfekt in Szene. Und auch Isabell Werth und Weihegold wussten Zuschauer und Richter für sich einzunehmen. Mit ebenfalls starken 86,95 Prozent platzierte sich das Paar an zweiter Stelle vor Dorothee Schneider und Showtime, deren Ergebnis sich nur wenige Punkte von dem der Zweitplatzierten unterschied. Die drei deutschen Reiterinnen sorgten so zum Abschluss noch einmal für absolute Gänsehautmomente und demonstrierten, wie schön Dressursport auf höchstem Niveau sein kann. Nun geht es in die Vorbereitungen für Rio und in Brasilien lautet das erklärte Ziel ganz klar: Gold. Dass das Team das Zeug dafür hat, hat es in Aachen bewiesen. Jetzt bleibt es daran die Daumen zu drücken, dass Reiter und Pferde gesund bleiben und diese Leistungen auch in Rio abrufen können.
Auf dem Aachener Viereck konnte sich aber auch der Nachwuchs hervorragend platzieren. In der U25-Tour trabten Florine Kienbaum und Doktor Schiwago in der ersten Prüfung zu 70,465 Prozent und konnten sich damit einen starken vierten Rang sichern. Der frisch gebackenen Mannschaftseuropameisterin folgte auf Rang acht ihre Teamkollegin Juliette Piotrowski im Sattel von Sir Diamond. Das Paar erhielt 67,674 Prozent. In der zweiten Prüfung galoppierte Florine Kienbaum mit 71,875 Prozent auf Rang vier. Hier waren die Platzierungsränge hart umkämpft und die Rangierung entschied sich durch nur wenige Punkte Unterschied. Mit 71,65 Prozent schafften es Juliette Piotrowski und Sir Diamond auf Rang sechs.
Im St.Georg, den viele internationale Reiter nutzen, um ihre Nachwuchspferde an die Atmosphäre in Aachen zu gewöhnen, trabte DSP Belantis mit 73,895 Prozent auf Rang eins. Im Sattel zeichnete Isabell Werth für die Vorstellung verantwortlich. Der ausdrucks- und bewegungsstarke Schimmel wurde genau wie Weihegold OLD in den vergangenen Jahren von Werths Bereiterin Beatrice Buchwald auf Turnieren hocherfolgreich vorgestellt. In der gleichen Prüfung platzierte sich Nadine Capellmann mit Forpost und 67,974 Prozent auf Rang zehn. In der Inter I verbesserte sich der zehnjährige Wallach mit Nadine Capellmann im Sattel auf glatte 68 Prozent und wurde dafür mit Rang acht belohnt. Platz sieben in der Inter I sicherten sich die amtierenden Rheinischen Meister der Junioren Julia de Ridder und Comtessa. Das Paar zeigte in Aachen, dass der unangefochtene Sieg bei den Rheinischen Meisterschaften kein Zufall war und dass es sich auch auf großem Parkett wohl fühlt. Sie erhielten 68,5 Prozent von den Richtern.
Zwar nicht für Deutschland am Start, aber seit Jahren im Rheinland beheimatet und im Sattel eines im Rheinland gezogenen Pferdes unterwegs, konnte sich Beata Stremler gemeinsam mit Rubicon D gleich zweimal gut platzieren. Im Grand Prix der CDI****-Tour erreichte das Paar 72,429 Prozent und ging als Sechstplatzierte auf die Ehrenrunde. Im Grand Prix Special zeigte sich der Wallach zwar sichtlich beeindruckt von der großen Kulisse, konnte von seiner Reiterin aber im Verlauf der Prüfung beruhigt werden. 70,020 Prozent und damit Rang sieben waren das zufriedenstellende Resultat.

Text: www.pemag.de