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Fahrmeisterschaften mit Familientriumph

RM Fahren2016Eine durchweg positive Resonanz zogen Veranstalter, Landesverband und Teilnehmer nach den Rheinischen Fahrmeisterschaften. Beim Team des Reit- und Fahrvereins Rheurdt lagen Organisation und Durchführung in erfahrenen Händen und liefen entsprechend reibungslos. Einzig das Wetter spielte anfangs nicht so ganz mit - doch am finalen Geländetag lockte die Sonne schließlich sogar viele "externe" Zuschauer zu den Medaillenentscheidungen nach Rheurdt. Drei der insgesamt sechs vergebenen Titel blieben dabei diesmal in einer Familie: Katja Helpertz siegte bei den Pony-Einspännern, ihre Mutter Heike bei den Pferde-Einspännern und Katja Helpertz' Lebensgefährte Max Berlage bei den Pony-Zweispännern.

Zum Auftakt des Rheurdter Fahrturniers gingen die Fahrer der Klever Kreismeisterschaften bereits freitags an den Start. Für die Fahrer der Rheinischen Meisterschaften wurde es hingegen erst am Samstag ernst. "Leider hat es an den ersten beiden Tagen ziemlich viel geregnet, aber die Böden haben das zum Glück ganz gut verkraftet. Auf dem Kegelplatz hatten wir gar keine Probleme, auf dem Dressurplatz haben die Gespanne samstags dann schon Spuren hinterlassen. Aber das war zum Glück alles noch im Rahmen", so Andrea Greis, die bei den Fahrmeisterschaften gleich mehrfach im Einsatz war. Denn einerseits gehörte sie zum Orga-Team des Ausrichters, andererseits übt sie das Amt der Pressesprecherin der rheinischen Fahrer aus - und darüber hinaus ging sie im Lager der Pony-Einspänner auch als Teilnehmerin an den Start, genauer gesagt sogar als Titelverteidigerin! An den Leinen hatte sie diesmal allerdings nicht ihr Erfolgspony Desert Double, welches sich nach einer Erkrankung derzeit noch im schonenden Training befindet, sondern mit Desert Son ein Pony ihres Vaters Ludger. Mit dem von der Familie selbst gezogenen FS Don't Worry-Sohn musste die Rheurdterin in einem starken Starterfeld die Medaillen allerdings diesmal anderen überlassen. Schon in der Dressur setzte sich mit der WM-Dritten des vergangenen Jahres, Katja Helpertz, eine der Favoritinnen an die Spitze des Feldes. Angespannt hatte die 24-jährige Nettetalerin, die für den RV Schaag startet, für die Landesmeisterschaften aber nicht ihr WM-Pony Nordstern's Stoertebecker, sondern den siebenjährigen Davenport-Nachkommen Dr. Dolittle. Mit dem Braunen verschaffte sie sich mit dem Sieg im Viereck die beste Ausgangsposition, so dass sie im Kegelparcours und im Gelände "nur" noch sichere Nullrunden drehen musste, um den Gewinn ihres ersten Rheinischen Meistertitels im Pony-Einspänner-Lager zu besiegeln.
Silber sicherte sich in diesem Jahr die bereits dreifache Rheinische Meisterin dieser Klasse, Elke Weber. Die Straelenerin, die für den RFV Hüls antritt, hatte den zehnjährigen Deutschen Reitponyhengst Duncan Mc Loud angespannt und war schon in der Dressur knapp hinter Katja Helpertz auf den Silberrang gefahren. Im Hindernisfahren musste Weber dann zwar drei Strafpunkte für einen Abwurf hinnehmen, doch mit Platz zwei im Marathon als bestes rheinisches Ergebnis dieser Teilprüfung ließ sie sich den Gewinn der Vize-Meisterschaft nicht nehmen.
Das Nachsehen hatte in diesem Fall Franz-Josef Coenen vom RV Geilenkirchen. Der 67-Jährige war mit Koetsiershoeve Totilas ebenfalls schon im Viereck auf den Bronzerang gefahren, blieb zwischen den Kegeln und im Gelände fehlerfrei und sicherte sich damit in der Meisterwertung den letzten Platz auf dem Treppchen.

Pony-Zweispänner: Max Berlage gelingt Titelverteidigung
Grund zur Freude hatte Katja Helpertz allerdings nicht nur in Bezug auf ihren eigenen Titelgewinn. Denn ihr Lebensgefährte Max Berlage verteidigte seinen im letzten Jahr im Pony-Zweispänner gewonnenen Titel! Der 26-Jährige, der wie seine Freundin für den RV Schaag fährt, hatte diesmal Don Rüdi und Chip Chap Coconut angespannt und fuhr mit dem gut harmonierenden Paar alle drei Teilprüfungen. Schon in der Dressur fuhr der gebürtige Niedersachse zur Führung in der Pony-Zweispänner-Konkurrenz - und machte mit weiteren Siegen sowohl im Hindernisfahren als auch im Gelände den Start-Ziel-Sieg perfekt. So wurden ihm am Sonntagabend im Rahmen des Großen Aufmarsches zum zweiten Mal die Goldmedaille und die beliebte grün-weiße Schärpe umgehängt.
Silber sicherte sich in diesem Jahr Tobias Müskens vom RFV von Driesen Asperden Kessel. Der 23-Jährige steuerte seine Ponys Max und Mori nach Platz sechs in der Dressur fehlerfrei durch die Kegel und das Gelände und durfte sich so am Ende über den Titel des Vize-Meisters freuen.
Den dritten Platz auf dem Treppchen erklomm in diesem Jahr Thomas Roes (RV von Lützow Emmerich). Der 47-Jährige setzte auf sein bewährtes Duo an den Leinen: Mit Don und Valentino lag er nach der Dressur noch einen Platz vor Tobias Müskens. Doch ein Abwurf im Kegelparcours ließ ihn in der Meisterschaftswertung trotz Platz zwei im Gelände auf den Bronzerang zurückfallen.

Pony-Vierspänner: Sechster Titel für Florian Wißdorf
Ein bekanntes Gesicht stand im Lager der Pony-Vierspänner-Fahrer ganz oben auf dem Treppchen: Hier gewann der Neusser Florian Wißdorf bereits zum sechsten Mal die Goldmedaille. Mit Tingel-Tangel-Bob, Marlon, Tequila und Steverheides Gatsby legte der 28-Jährige bereits im Viereck den Grundstein für den goldenen Erfolg, indem er sich hier mit deutlichem Abstand zur Konkurrenz den Sieg sicherte. Im Hindernisfahren drehte er dann eine flotte Nullrunde und sicherte sich Platz zwei in dieser Disziplin hinter Titelverteidigerin Jennifer Hüllenkremer von den Fahrsportfreunden Reichshof. Im finalen Gelände spannte Florian Wißdorf dann statt Steverheides Gatsby Flitzpiepe an, steuerte sein Gespann sicher und am schnellsten von allen Teilnehmern durch die Hindernisse und machte somit seinen sechsten Titelgewinn perfekt.
Die Rheinische Meisterin des Vorjahres, Jennifer Hüllenkremer, musste sich in diesem Jahr mit der Silbermedaille begnügen. Mit ihrem Rapp-Shetty-Gespann bestehend aus Rico, Rubian, Sam und Wienyleen hatte sie die Dressur auf Platz drei beendet, das Hindernisfahren gewonnen und im Gelände den fünften Platz erreicht.
Die Bronzemedaille bei den Pony-Vierspännern gab es in diesem Jahr für Jan Schwanse. Der Fahrer, der wie Jennifer Hüllenkremer für die Fahrsportfreunde Reichshof antritt, war in der Vergangenheit im Lager der Pony-Zweispänner bereits zweimal Rheinischer Meister. Mit Chaglin, Champ, Chantal und Checker an den Leinen durfte er nach den Plätzen sechs (Dressur), vier (Gelände) und fünf (Kegel) schließlich als drittbester rheinischer Pony-Vierspänner-Fahrer das Podest besteigen.

Pferde-Einspänner: Gold für Heike Helpertz
Sie holte den dritten Titel bei den Rheinischen Meisterschaften: Und zwar zum einen den dritten ihrer Karriere im Pferde-Einspänner-Lager, zum anderen aber auch den dritten in punkto "Familiensache". Denn neben ihrer Tochter Katja und deren Freund Max Berlage gelang auch Heike Helpertz in diesem Jahr der Gold-Gewinn, wenn auch mit ein bisschen Glück. Denn der achtfache Rheinische Meister Heinz Künstler hatte schlichtweg auf das falsche Pferd gesetzt. Angetreten war er sowohl mit Feivel als auch mit Ragando, als Meisterschaftspferd hatte er vorab sein Lieblingspferd Ragando bestimmt. Doch am Ende siegte der Fahrer von der RG Hübeck-Grefrath mit Feivel in der Kombinierten Wertung. Mit Ragando hingegen fuhr er auf Platz drei und blieb damit hinter Heike Helpertz, die ihren bewährten Chester angespannt hatte. Das bedeutete in der Meisterschaft Gold für Heike Helpertz und Silber für Heinz Künstler!
Doch grämen musste sich Heinz Künstler über Silber nicht - zumal seine Enkelin Julia Kuhlmann ihm aufs Treppchen folgte, sie hatte mit der ehemaligen Bundeschampionesse Flashdance K, einer Fidermark-Tochter, ein Zuchtprodukt ihres Großvaters an den Leinen. Auch hier zeigte sich also, dass Fahrsport ganz oft Familiensache ist!

Pferde-Zweispänner: Sechster Titel auch für Andreas May
Gleich zum vierten Mal in Folge und zum sechsten Mal insgesamt stand Andreas May in diesem Jahr ganz oben auf dem Treppchen der Pferde-Zweispänner-Fahrer. Der 48-Jährige hatte die Halbbrüder Emmerson P und Explosiv P angespannt und die beiden Schweren Warmblüter schon im Viereck zu einem deutlichen Sieg gefahren. Zwei Abwürfe zwischen den Kegeln schienen seinen sechsten Titelgewinn zunächst ins Wanken zu bringen, doch im Gelände trumpfte der Fahrer der Fahrsportfreunde Reichshof wieder voll und ganz auf und erzielte mit Emmerson und Explosiv nicht nur den Sieg in dieser Teilprüfung, sondern auch den Gesamtsieg in der Kombinierten Wertung und der Meisterschaft.
Um einen Platz verbessern konnte sich im Gegensatz zum Vorjahr Eckhard Behm vom RJV Gut Heiderhof. Der selbstständige Dachdecker- und Klempnermeister hatte seine bewährten Stuten Roenna und Milou angespannt. Nach Platz sechs in der Dressur arbeitete sich der Bonner zielstrebig weiter nach oben. Zwischen den Kegeln blieb er fehlerfrei und belegte mit einer schnellen Zeit Platz zwei. Danach reichte ihm ein guter vierter Platz im Gelände, um sich den Titel des Rheinischen Vize-Meisters zu sichern.
Damit tauschten die Silber- und Bronzegewinner des letzten Jahres diesmal die Plätze. Denn Reiner Wolter, Vizemeister des Jahres 2015, stieg in diesem Jahr auf den dritten Podestplatz. Mit Peter Pan und Wiking fuhr der Fahrer vom RFV Gemünd-Schleiden in der Dressur zu Rang drei, handelte sich zwischen den Kegeln allerdings sechs Strafpunkte ein (Platz vier) und rangierte auch im Gelände einen Platz hinter Ecki Behm.

Pferde-Vierspänner: Sieg für Dr. Peter Maas
Einmal mehr ein trauriges Teilnehmerfeld war in der Pferde-Vierspänner-Konkurrenz zu verbuchen. Mit Dr. Peter Maas und Raphael Tobias gab es in diesem Jahr zwei Titelanwärter - und damit zumindest einen mehr als im vergangenen Jahr�
Die beiden Fahrer versuchten auch soweit möglich die Spannung ein wenig zu erhalten, denn nach einem Auftaktsieg durch Dr. Peter Maas (RFV Ziethen) in der Dressur musste dieser im Kegelparcours zwei Abwürfe hinnehmen, so dass der Sieg in dieser Disziplin für eine fehlerfreie Runde an Raphael Tobias (RC Hofgarten Düsseldorf) ging. So lagen die beiden Vierspännerfahrer vor dem abschließenden Gelände dicht beieinander. Die schnelleren Hindernisdurchfahrten gelangen in Rheurdt jedoch Dr. Peter Maas, der sich somit seinen insgesamt achten Rheinischen Meistertitel mit dem Vierspänner sicherte. Angespannt hatte der Zahnarzt Cash-Flow, Oszkar, Romano und Royalty. Zu Silber fuhr Raphael Tobias mit Don Remember, Zorro B, Lexion und Gaspari.

Die begehrten Schärpen und Medaillen überreichte im Rahmen des Großen Aufmarsches am Sonntag PSVR-Vorstand Rolf-Peter Fuß, der bereits am Samstag die Wettkämpfe in Rheurdt persönlich verfolgt hatte. "Wir hatten am Geländesonntag für eine Fahrveranstaltung richtig viele Zuschauer und sehr gute Stimmung. Auch das Ambiente bei der Ehrung war besonders schön und bildete einen tollen Abschluss einer gelungenen Veranstaltung", zog Andrea Greis am Ende zufrieden Bilanz.

 

Text: www.pemag.de