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Traditionell richtet sich der Blick von Dressurfans und Züchtern Anfang August auf die Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde. Und auch in diesem Jahr konnten bei diesem Event im niederländischen Ermelo wieder Rheinländer sowohl im als auch unter dem Sattel glänzen!

Bei der WM der jungen Dressurpferde fast schon „zuhause“ sind Stefanie Wolf und Matchball OLD. Nach Platz elf im Finale der Fünfjährigen 2017 und Platz vier bei den Sechsjährigen im vergangenen Jahr, gehörten die Pferdewirtschaftsmeisterin und der langbeinige, edle Rappe (Millenium x De Niro) auch in diesem Jahr zu dem erlesenen Starterfeld bei der WM der Jungen Dressurpferde. In der Konkurrenz der siebenjährigen Dressurpferde startete die Chefbereiterin vom Krüsterhof in Voerde mit 81,184 Prozent in der ersten Qualifikation mit einem hervorragenden vierten Platz in das Turnier. Im Finale konnte sich der von Helga Luetje gezogene Wallach dann sogar noch einmal steigern: 82,993 Prozentpunkte erhielt das Paar diesmal. Mit Höchstnoten wie einer 9,8 für den Schritt sicherten sie sich erneut den vierten Platz und schrammten damit nur haarscharf an einer Medaille vorbei. Wie schon so oft wurde Stefanie Wolf von allen Seiten für ihre klassische Reitweise und harmonische Vorstellung gelobt. Weltmeister der Siebenjährigen wurde der Hannoveraner d’Avie (Don Juan de Hus x Londonderry), vorgestellt von Severo Jurado Lopez, Bereiter bei Helgstrand Dressage. Wie auch in der Qualifikation erreichte Hesselhoej Donkey Boy (Era Dancing Hit x Milan) unter dem Sattel von Jan M. Christensen den zweiten Rang, Bronze gab es für den Totilas-Sohn Total Hope OLD, geritten von Isabel Freese.

Mit For Gold, dessen Mutter Weihcera (v. Zack) die direkte Tochter von Isabell Werths Olympiapferd Weihegold ist, hatte Stefanie Wolf in Ermelo außerdem ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Der bildschöne Braune, der auf dem Krüsterhof als Deckhengst stationiert ist und Johann Hinnemann und Stefanie Wolf gehört, startete in der Qualifikation der fünfjährigen Dressurpferde mit 8,86 Punkten auf Platz acht in das Turnier. Im Finale erreichten Wolf und der Franziskus-Sohn Traumnoten von 9,0 für den Trab und die Perspektive als Dressurpferd – mit einem Endergebnis von 8,82 Punkten beendeten sie das Finale auf Platz neun. Als neuer Weltmeister wurde hier mit hauchdünnem Vorsprung der KWPN-Hengst Jovian (Apache x Tango), der von Andreas Helgstrand vorgestellt wurde, gefeiert. Die Silbermedaille ging ganz knapp geschlagen an den Sezuan-Sohn Secret und die Swedin Jessica Lynn Thomas. Im Sattel der Bronze-Gewinnerin, nämlich der Rappstute Queenparks Wendy (Sezuan x Blue Hors Soprano), saß wiederum Andreas Helgstrand

Rheinische Dressurpferde punkten in Ermelo

In den Prüfungen für die vierjährigen Dressurpferde gab es kein Vorbeikommen an dem Rheinländer So Unique (Sezuan x Donnerhall). Der Prämienhengst, der von Wilhelm Klausing gezüchtet wurde, war letztes Jahr strahlender Sieger des Bundeschampionats für dreijährige Hengste und ist bei Helgstrand Dressage stationiert. Von Eva Möller vorgestellt, konnte der kapitale Fuchs schon die Einlaufprüfung mit einer Wertnote von 9,14 souverän gewinnen. Im Finale steigerte sich So Unique dann noch einmal auf eine absolute Traum-Wertnote von 9,64 und ließ die beiden KWPN-Hengste Kevin Costner Texel (Negro x Jazz) geritten von Emmelie Scholtens und Kingdance (Expression x Jetset-D) mit Lotje Schoots weit hinter sich. Von den Richtern wurde So Unique mit Traumnoten ab 9,0 geradezu überschüttet, doch die Bestnote 10,0 für den Schritt stach besonders hervor – vor allem, da die höchste Note der Konkurrenz für diese Gangart eine 8,3 war. 

Für die rheinische Zucht konnte außerdem Nicole Wego, Bereiterin auf dem Hof Kasselmann, für Furore sorgen. Die aus der Familienzucht stammende Quiana W (Quaterstern x Rubinstern Noir) erhielt bei den fünfjährigen Dressurpferden in der ersten Qualifikation eine Wertnote von 8,3 und nahm damit den Umweg über das kleine Finale. Mit 8,66 Punkten konnte sich die rheinische Stute hier hinter Eva Möller mit Espe und Renate van Uytert-van Vliet mit Just Wimphof den dritten Platz sichern – und damit auch das Final-Ticket! Hier ließen Nicole Wego und ihre dunkelbraune Stute auf Platz zehn schließlich sowohl Espe (Escolar x Dimaggio) und Eva Möller als auch Dorothee Schneider mit Dante’s Hit OLD (Dante Weltino x Sandro Hit) hinter sich. Quiana und Nicole Wego erhielten für ihre Vorstellung eine Wertnote von 8,80, wobei die Schrittnote von 9,2 zu einer der Besten des ganzen Starterfeldes gehörte.

Direkt für das Finale der fünfjährigen Dressurpferde konnten sich Jill de Ridder und die rheinisch gebrannte Moosbend’s Rockadera qualifizieren. Die 27-Jährige, die sich dieses Jahr schon beim CHIO in der CDI4* Kür über eine Platzierung freuen konnte, ritt die dunkelbraune Stute (Rock Forever x Ricardos) des Gestüts Moosbend mit 8,06 Punkten im Finale auf den 14. Platz.

Zwei fünfjährige Stanford-Nachkommen konnten sich ebenfalls für Ermelo empfehlen und die rheinischen Farben bei der WM der Jungen Dressurpferde vertreten. Der von der Zuchtgemeinschaft Wencek aus einer Donnerschwee-Mutter gezogene Dunkelfuchshengst Sole Mio wurde von der Amerikanerin Emily Miles in der ersten Qualifikation mit einer Wertnote von 7,48 vorgestellt und erreichte im kleinen Finale Rang elf mit 8,0. Die aus der Zucht von Heinz-Bernd Schumacher stammende Fuchsstute Spice Girl, die auf der Mutterseite Londonderry in ihrem Pedigree führt, erreichte mit dem Israeli Roy First mit einer Wertnote von 7,58 Rang 28 in der ersten Qualifikation und steigerte sich im kleinen Finale auf 7,78.

Text: www.pemag.de