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Die strahlende Dressursiegerin des Weltsportfestes des Pferdes hieß auch dieses Jahr wieder Isabell Werth! Die Dressurkönigin war im Sattel ihres Weltmeisterschaftspferdes Bella Rose nicht zu schlagen und machte sich am CHIO-Sonntag zu ihrem 50. Geburtstag selbst das beste Geschenk. Sie siegte zum 13. Mal in der Grand-Prix Kür und wurde – wieder einmal – zum Dressage Champion of Aachen gekürt! Aber auch die rheinischen Dressurreiterinnen Jill de Ridder, Anna-Christina Abbelen und Annabel Frenzen überzeugten im Viereck.

Die weltbeste Dressurreiterin sorgte wieder einmal für Highlights und Gänsehaut im Dressurstadion. 1992 gelang Isabell Werth mit Gigolo FHR der erste Sieg im Deutsche Bank Preis, dem noch viele weitere mit den unterschiedlichsten Pferden folgen sollten. In den letzten beiden Jahren ritt Werth auf Weihegold und Emilio der Konkurrenz davon, dieses Jahr setzte sie in der CDIO5* Tour auf ihre amtierende Weltmeisterin Bella Rose.

Schon im Grand Prix gab es kein Vorbeikommen an Werth und der 15-jährigen Fuchsstute. Die Belissimo-Tochter piaffierte zu 82.783 Prozent und ließ Showtime FRH von Dorothe Schneider sowie den von Charlotte Dujardin vorgestellten Erlentanz deutlich hinter sich. Auch im Grand Prix Special schnappten sich Werth und Bella Rose mit 84,447 Prozent den Sieg, doch Schneider und Showtime waren ihnen dicht auf den Fersen. Platz drei ging auch dort an die Britin Charlotte Dujardin mit Erlentanz. Im Nationenpreis, der aus den Ergebnissen der Teamreiter im Grand Prix und im Special vergeben wird, zeigte sich in diesem Jahr wieder eine deutliche deutsche Übermacht. Mit 489,477 Punkten siegten Isabell Werth, Dorothee Schneider, Jessica von Bredow-Werndl und Helen Langehanenberg mit deutlichem Abstand vor den Dänen und den Amerikanern. Damit setzte das deutsche Team die seit 2011 anhaltende Siegesserie fort, insgesamt wurde die deutsche Flagge im Nationenpreis Dressur in Aachen in diesem Jahr bereits zum 38. Mal gehisst! 

Beim Großen Dressurpreis von Aachen, der CDIO5*-Grand Prix Kür, ging es dann um den finalen Sieg im Viereck. Hier legten Dorothee Schneider und Showtime zu den Klängen von Queen erfolgreich vor und setzten mit einem Wahnsinns-Ergebnis von 89.660 Prozent Isabell Werth unter Druck. Doch diese lief erneut zu Höchstform auf und punktete mit klassischer Opernmusik und einer perfekten Schlusslinie. Mit 90.450 Prozent, ihrer neuen persönlichen Bestleistung, war Werth und ihrer Fuchsstute der Sieg sicher. Jessica von Bredow-Werndl und die Trakehner Stute TSF Dalera BB tanzten in der Kür zu der Musik des Oskar-prämierten Films La La Land und wurden mit 87.595 Prozent Dritte. 

Doch dieser 13. Sieg im Großen Dressurpreis von Aachen war nicht das einzige, was Isabell Werth an diesem Tag zu feiern hatte, denn an diesem 21. Juli 2019 jährte sich ihr Geburtstag zum 50. Mal. Und so bekam sie vom ausrichtenden Aachen Laurensberger Rennverein nicht nur eine Riesentorte geschenkt, sondern auch von 6.500 Dressurfans ein Ständchen gesungen noch mehr Grund für Gänsehaut!

Mit dem Sieg in der 5*-Kür rundete Isabell Werth einmal mehr eine für sie hocherfolgreiche Aachen-Woche ab. Denn auch in der 4*-Tour ritt sie vorne mit: Im CDI4* Grand Prix musste sich Isabell Werth im Sattel von Emilio lediglich Sönke Rothenberger und Cosmo geschlagen geben. Dieser ritt mit 81.370 Prozent zum Sieg, Werth blieb mit 79.435 Prozent nur knapp unterhalb der 80-Prozent-Marke. Im Grand Prix Special schlugen Wechselfehler bei Werth und Emilio teuer zu Buche und führten zu einem Ergebnis von 76.681 Prozent. Denn bedeutete dieses Resultat Platz zwei hinter Sönke Rothenberger und Cosmo, die 82.213 Prozentpunkte sammelten.

Jill de Ridder und Anna-Christina Abbelen punkten in der Soers

Jill de Ridder vom RFV Hof Rossheide und die 13-jährige Rheinländerstute Whitney durften wie schon im vergangenen Jahr in der CDI4*-Tour an den Start gehen. Mit der Wolkenstürmer-Tochter aus der Zucht von Alfons Raskop trabte die 27-Jährige im Grand Prix zu 68,609 Prozentpunkten (Rang 17). In der Kür sammelte das Paar 73,210 Prozent und wurde Achte. 

Ihr Debüt beim CHIO Aachen gab in diesem Jahr Anna-Christina Abbelen. Erst einige Zeit vor dem Event erhielt die 22-Jährige einen Anruf von Monica Theodorescu. „Auf die Frage der Bundestrainerin, ob ich Lust hätte, in Aachen zu reiten, hab ich spontan geantwortet: Klar, in einem Schaubild?“, verrät Anna Abbelen lachend. „Als ich dann hörte, dass ich durch die Deutsche Bank Reitsportakademie eine Wildcard für die 4*-Tour bekomme, war ich erstmal sprachlos.“ Doch die Sprachlosigkeit wandelte sich schnell in Energie um, schließlich galt es noch einiges vorzubereiten für den Aachen-Start. Schließlich war es so weit und sie durfte, immer unterstützt von Trainer Heiner Schiergen und ihrer Familie, zum ersten Mal in das große Dressurstadion in der Soers einreiten. Im Grand Prix sammelte sie mit ihrem 16-jährigen Hofrat-Sohn Henny Hennessy 67,217 Prozentpunkte (Rang 20). „Und dann durfte ich meinen allerersten Grand Prix Special reiten – und das in Aachen, einfach Wahnsinn“, freute sich die mit etlichen EM-Medaillen aus dem Nachwuchslager dekorierte Reiterin. 66,787 Prozentpunkte gab es bei dieser Premiere für das Paar und damit Platz zehn. 

Annabel Frenzen auf Erfolgskurs 

Die erste Dressurprüfung im Deutsche Bank Stadion des CHIO ist traditionell der Prix St. Georges. Die rheinischen Farben wurden hier innerhalb des internationalen Starterfeldes von Annabel Frenzen vertreten. Die Dressurreiterin des RV Lenzenhof Krefeld rangierte mit dem Rheinländer Kiefferhof’s Imperius aus der Zucht und im Besitz von Gerhard Kieffer mit 70.235 Prozent auf Rang sechs. Damit konnte die 29-Jährige internationale Größe wie Helen Langehanenberg, Marlies van Baalen und Judy Reynolds hinter sich lassen. Gewonnen wurde die Prüfung von der Engländerin und amtierenden U25-Europameisterin Charlotte Fry mit Glamourdale mit 77.971 Prozent, Reitmeister Hubertus Schmidt erreichte im Sattel des Oldenburger Destano-Sohnes Denoix PCH hinter der Niederländerin Joyce Heuitink Rang drei mit 70.588 Prozent.

In der Intermediaire I, die ebenfalls von Charlotte Fry und Glamourdale gewonnen wurde, konnten Annabel Frenzen und der Imperio-Sohn mit 69.971 Prozent Rang acht erreichen.

Text: www.pemag.de