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Bereits zum dritten Mal war am vergangenen Wochenende der Reit- und Fahrverein Rheurdt Gastgeber der Rheinischen Meisterschaften im Fahren. Auf dem großzügigen Vereinsgelände fanden die Fahrer wieder beste Bedingungen für sich und ihre Vierbeiner vor, denn das Team um die erste Vorsitzende Petra Tißen hatte nicht nur organisatorisch alles bestens im Griff.

 

Neunter Titel für Heinz Künstler

Nachdem Heinz Künstler (RG Hübeck Grefrath) in den vergangenen beiden Jahren Gentlemanlike den konkurrierenden Damen den Vortritt in Sachen Meisterschaftstitel gelassen hatte, fuhr der 76-Jährige in diesem Jahr wieder zum Sieg. Gewohnt stark war sein Auftritt in der Dressur: Mit dem elfjährigen, selbst gezogenen und selbst ausgebildeten Fidertanz-Sohn Feivel an den Leinen fuhr er mit einer durchlässigen und fast fehlerfreien Runde im Viereck zu einem Ergebnis von 77,00 Prozentpunkten, was mit Abstand den Sieg in dieser Teilprüfung bedeutete. Damit war der Grundstock für den Gewinn des insgesamt neunten Meistertitels gelegt. Mehr als gelungen präsentierten aber auch Heike Helpertz (RV Schaag) und Alexandra Röder (RV Rheinische Höhen) ihre Pferde im Viereck. Mit der zehnjährigen Ellington-Tochter Lena Donna fuhr Heike Helpertz, die bereits dreimal Rheinische Meisterin der Einspännerfahrer war, zu 75,500 Prozent und damit zu Platz zwei. 72,125 Prozent erzielte sie mit ihrem zweiten Pferd, dem erst sechsjährigen Vilmar P (Platz vier). Dazwischen schob sich mit einem Ergebnis von 72,500 Prozentpunkten die ehemalige Weltmeisterin der Einspännerfahrer mit Handicap, Alexandra Röder, die die neunjährige Hannoveraner Rappstute Partitur angespannt hatte.

Am Samstag hieß es dann im Kegelfahren möglichst gut abzuschneiden: Hier kamen vier Gespanne fehlerfrei in die zweite Phase. Diese Teilprüfung entschied letztlich Jan Rademacher (FahrSF Dingender Heide) mit dem Rotspon-Sohn Ragando, den er vor ungefähr einem Jahr von Heinz Künstler übernommen hat, für sich. Mit dem Hannoveranerwallach war er in der zweiten Phase wiederum fehlerfrei, aber auch schnell unterwegs. Platz zwei ging ebenfalls fehlerfrei an Heike Helpertz und Vilmar P, Dritte wurde Dorit Santema (FV St. Medardus Zülpich) mit drei Fehlerpunkten vor Heinz Künstler, der in Phase zwei mit Problemen zu kämpfen hatte (28,5). Durch die Nullrunde in der ersten Phase blieb er in der Gesamtwertung jedoch entschieden in Führung und konnte es bei der abschließenden Marathonfahrt etwas ruhiger angehen lassen, ohne den Titelgewinn zu gefährden. Am Ende hatte er in der Kombinierten Wertung der Einspännerprüfung der Klasse M 89,430 Punkte auf seinem Konto stehen und damit mehr als zehn Punkte Vorsprung zur Rheinischen Vizemeisterin des Jahres 2018, Heike Helpertz, die mit Vilmar P im Gelände 55,46 Strafpunkte sammelte (Rang sieben). In der Kombinierten Wertung feierte die 53-Jährige einen tollen Doppelerfolg: Sie fuhr nicht nur mit Vilmar auf Platz zwei, sondern wurde mit ihrem zweiten Pferd Lena Donna auch noch Dritte! Auf Platz vier der Kombinierten Wertung platzierte sich Alexandra Röder, die im Marathon mit ihren Pferden Equistar Lucie und Partitur die Plätze drei und vier belegte. Das bedeutete mit Partitur Platz vier in der Gesamtwertung, für die Meisterschaftswertung hatte sie allerdings auf Lucie gesetzt, mit der sie am Ende Siebte wurde. Damit war der Weg aufs Treppchen frei für Dorit Santema und Boogie Woogie, die für eine gute Geländerunde mit Platz zwei im Marathon belohnt worden waren und ihre Meisterschaftsteilnahme schließlich mit der Bronzemedaille krönten! Als Sieger kam wiederum Jan Rademacher aus dem Gelände (51,17), der 25-Jährige kam aufgrund von 64,60 Strafpunkten aus der Dressur in der Meisterschaftswertung jedoch nur auf Platz fünf.

Erster Großpferde-Titel für Max Berlage

Sein Meisterschaftsdebüt bei den Pferde-Zweispännern gab in diesem Jahr Max Berlage (RV Schaag). Dass er nicht nur mit Ponys an den Leinen ein Garant für gute Leistungen ist, demonstrierte er in Rheurdt, wo er schon nach der ersten Teilprüfung die Führung übernahm. Angespannt hatte der Inhaber des Goldenen Fahrabzeichens den fünfjährigen Hannoveranerwallach Chocolino’s Boy aus dem Besitz seiner Lebensgefährtin Katja Helpertz sowie den sechsjährigen Daymonte aus eigenem Besitz. Für eine durchlässige Dressur erhielt Berlage mit seinen beiden Wallachen 72,500 Prozentpunkte. Hinter ihm platzierte sich mit 71,625 Prozent die Westfälin Eva-Maria Telaar, die Plätze drei und vier blieben bei Titelverteidiger Andreas May (FahrSF Reichshof/70,050) und Anja Sander (RV Lippe-Bruch Gahlen/66,000) fest in rheinischen Händen.

Und auch das Hindernisfahren am Samstag beendete Max Berlage zwar nicht fehlerfrei, jedoch als Sieger – denn auch der Konkurrenz gelang hier keine Null-Runde. Mit drei Strafpunkten in der schnellsten Zeit siegte er auch in dieser Teilprüfung vor Eva-Maria Telaar, Platz drei sicherte sich mit Alexander Zuchowski ein weiterer Westfale. Die blaue Schleife für Platz vier wurde an die Kopfstücke von Andreas May’s Pferden Ewald und Explosiv P gehängt, die im Kegelkurs sechs Strafpunkte zu verbuchen hatten.

Im sonntäglichen Marathon musste sich Max Berlage dann knapp mit Platz drei begnügen (59,46), was jedoch seinen Gesamtsieg nicht gefährden konnte. Mit dem besten Ergebnis aus dem Gelände sicherte sich Andreas May in der Meisterschaft nach fünf Titelgewinnen in Folge diesmal den Vize-Titel, Anja Sander komplettierte nach Platz zwei im Marathon das Meister-Treppchen auf dem Bronzeplatz. Sie war mit Isi und Lissy im Gelände schnell und sicher unterwegs (59,40).

Viertes Gold für Raphael Tobias

Nachdem im vergangenen Jahr kein Rheinischer Meister der Pferde-Vierspännerfahrer ermittelt werden konnte, machten diesmal die zwei rheinischen der insgesamt nur drei Starter den Sieg in der Kombinierten Wertung unter sich aus. Hier entschied Raphael Tobias (RC Hofgarten Düsseldorf) mit Lauda, Flora, Don Remember und Zorro B alle drei Teilprüfungen für sich und avancierte so zum insgesamt vierten Mal zum Rheinischen Meister. Silber ging an Dr. Peter Maas (RFV ZIethen), der Royalty, Sjören, Romano, Living Colour und Oszkar angespannt hatte.

Kai-Maria Schleicher verteidigt Titel

Titelverteidigung geglückt hieß es im Lager der Pony-Einspännerfahrer! Nachdem Kai-Maria Schleicher (Krefelder RFV) im vergangenen Jahr erstmals zu Gold gefahren war, gelang es ihr in diesem Jahr auf Anhieb, diesen Erfolg zu wiederholen. Schon in der Dressur setzte sich die 41-Jährige mit Chip Chap Coconut an den Leinen an die Spitze des elfköpfigen Starterfeldes. 73,250 Prozentpunkte vergaben die Juroren für die ausdrucksstarke Vorstellung im Viereck. Die Plätze zwei und drei in der Dressur gingen mit Miriam Kampmann und Nicole Höller-Mensmann an nicht-rheinische Teilnehmer, eine Schleife in der Dressur sicherte sich aber auch Ludger Greis vom gastgebenden RFV Rheurdt. Mit dem FS Don’t Worry-Sohn Desert Son aus eigener Zucht fuhr er zu glatten 67 Prozentpunkten und damit zu Platz vier.

Im Hindernisfahren blieben gleich fünf Gespanne in der ersten Phase fehlerfrei und machten den Sieg in Phase zwei unter sich aus. Hier steuerte Sigrid Kottsieper vom gastgebenden RFV Rheurdt ihren Arts Dr. Habakuk Tibatong fehlerfrei und schnell zu Platz zwei hinter Miriam Kampmann (RFV Neu-Isenburg). Platz drei sicherte sich Franz-Josef Coenen (RV Geilenkirchen) mit dem zehnjährigen Lordy, als Fünfte blieb außerdem auch Andrea Greis, ebenfalls für den Gastgeber am Start und zugleich in der Turnier-Organisation voll eingespannt, mit Desert Double fehlerfrei. Kai-Maria Schleicher musste im Kegelkurs einen Abwurf und damit drei Strafpunkte hinnehmen, blieb in der Gesamtwertung damit aber in Führung.

Auch die abschließende Marathonfahrt sah Miriam Kampmann als Siegerin, dicht dahinter folgten mit Andrea Greis (52,10) und Kai-Maria Schleicher (52,95) jedoch zwei rheinische Fahrerinnen. Dank der immens guten Dressur ging der Sieg in der Gesamtwertung an Kai-Maria Schleicher vor Miriam Kampmann und Nicole Höller-Mensmann, Platz vier und damit Silber in der Meisterschaft sicherte sich Andrea Greis, Bronze gewann Franz-Josef Coenen. Für Chip Chap Coconut war das übrigens nicht der erste Rheinische Meistertitel: Der neunjährige Classic Dancer I – Sohn war 2016 im Gespann von Max Berlage bereits Rheinischer Ponyzweispänner-Meister, an den Leinen von Katja Helpertz avancierte er letztes Jahr außerdem zum NRW-Vize-Meister bei den Pony-Einspännern und war für die WM nominiert, bevor er in den Stall von Kai Schleicher wechselte.

Auch Antonia Brechtken verteidigt Titel

Und auch im Lager der Pony-Zweispänner gelang in diesem Jahr die Titelverteidigung: Wie schon im Vorjahr setzte sich hier Antonia Brechtken (Eisenbahner SV Wuppertal West) als Siegerin durch. Schon in der Dressur übernahm sie mit Duncan Jack und Lady Ginger an den Leinen die Führung und hielt die Konkurrenz mit ihrem Ergebnis von 69 Prozentpunkten auf Abstand: Der zweitplatzierte Tobias Müskens (RFV von Driesen Asperden Kessel) erzielte 64,25 Prozent, Rajko Jovic (FahrSF Reichshof) belegte mit 63,375 Prozentpunkten Rang drei.

Und auch im Kegelparcours blieb Antonia Brechtken in der ersten Phase fehlerfrei, erst in der zweiten Phase musste sie einen Abwurf und somit drei Strafpunkte hinnehmen. Der Sieg mit der schnellsten fehlerfreien Runde in Phase zwei ging an Kirsten Wember vom RV Lippe-Bruch Gahlen, Platz zwei sicherte sich wiederum Tobias Müskens, Dritter wurde Markus Kemper von den Fahrsportfreunden Neuss.

Im abschließenden Marathon untermauerte die 18-jährige Titelverteidigerin dann ihre gleichmäßige Stärke in allen Disziplinen: Auch im Gelände sicherte sie sich mit ihren beiden Welsh C-Ponys den Sieg (52,22), während Tobias Müskens das Abo auf Platz zwei bestätigte (53,14). Der Vize-Titel war ihm damit absolut sicher. Mit dem dritten Platz im Gelände (55,85) sicherte sich Kirsten Wember auch die Bronzemedaille in der Meisterschaft.

Florian Wißdorf zum Siebten

Die siebte grün-weiße Meisterschärpe sicherte sich in diesem Jahr Florian Wißdorf (FahrSF Neuss). Bei den Pony-Vierspännern trat er diesmal nur gegen Jennifer Hüllenkremer (FahrSF Reichshof) und ihr Shetty-Quartett an und setzte sich in allen drei Teilprüfungen gegen seine Konkurrentin durch. Angespannt hatte der 30-Jährige Steverheides Dulano, Tingel-Tangel-Bob, Tequila und Marlon.

Text: www.pemag.de