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Kate Teigelkaemper

Ihr Ansprechpartner
Anne-Kathrin Teigelkämper
Tel: 02173 / 10 11 102
E-Mail:  akt@psvr.de

Reiten in Feld und Wald in NRW

Rechtsgrundlage ist das Landschaftsgesetz NRW mit den §§ 50 ff.

Nachfolgend werden die umfangreichen Vorschriften kurz und übersichtlich zusammengefasst.

Allgemeine Vorschriften

Das Landschaftsgesetz (LG) regelt das Reiten in Feld und Wald auf privaten Straßen und Wegen. Das Reiten auf öffentlichen Verkehrsflächen richtet sich nach der StVO.

Reiten ist zum Zwecke der Erholung gestattet. Reitsportliche Veranstaltungen bedürfen der Genehmigung. Nach der Definition handelt es sich hierbei um Veranstaltungen bei denen es Sieger und Platzierte gibt, z. B. Vielseitigkeit, Distanzritte oder Rallyes. Bei Reitjagden ist in der Regel die Genehmigung aus Gründen des Naturschutzes notwendig. Das Reiten geschieht dabei auf eigene Gefahr.

Reiten in der Landschaft

In der Landschaft ist das Reiten grundsätzlich auf allen Wegen gestattet.

Ausnahmen:  

  • Beeinträchtigung anderer Erholungssuchender
  • Eintritt gravierender Schäden an Wegen

Diese Wege sind mit dem Reitverbotsschild (rund, weiß, roter Rand, schwarzer Reiter und Pferd)versehen.

Reiten im Wald

Im Wald ist das Reiten nur auf Wegen gestattet, die als Reitwege ausgewiesen sind. Das Reitgebotsschild (rund, blau, weißer Reiter und Pferd)gibt die Richtung an. In Regionen mit geringem Reitaufkommen, abseits der Ballungszonen, kann das Reiten im Wald freigestellt werden. Das heißt, dort können grundsätzlich alle Wege beritten werden. Reitgebotsschilder sind dort nicht vorhanden.

Anmerkung: Das Rheinland ist Ballungsgebiet; es gibt wenig Freistellungsgebiete. Reiter, die nicht ortskundig sind, sollten sich vorher bei der zuständigen Behörde informieren. Ausgewiesene Reitwege dürfen grundsätzlich nur von Reitern frequentiert werden. Das Bereiten von Wanderwegen und Sport- und Lehrpfaden im Wald ist nichterlaubt. Eine Ausnahme bilden Wanderwege in Freistellungsgebieten, wenn sie entsprechend gekennzeichnet sind.

Kennzeichnung

Die Kennzeichnung des Pferdes ist erforderlich, sobald aus der Anlage geritten wird. Vollständige Kennzeichnung bedeutet, dass 2 Kennzeichen, links und rechts, am Zaumzeug des Pferdes angebracht sind. Für den Bezug der Kennzeichen ist der Pferdehalter zuständig. Die Kennzeichen sind zu erhalten bei der zuständigen Kreis- bzw. Stadtverwaltung (Untere Landschaftsbehörde).

Reitabgabe

Die Reitabgabe ist zweckgebunden. Die konkreten Verwendungszwecke sind: 

  • Unterhaltung von Reitwegen
  • Anlage von Reitwegen
  • Anpachtungen
  • Ersatzleistungen

Höhe der Reitabgabe 

  • 25 Euro pro Pferd und Jahr für Privat- und vereinseigene Pferde
  • 75 Euro pro Pferd und Jahr für Pferde von Reiterhöfen

Hinzukommen jeweils ca. 8 Euro Verwaltungsgebühr. Mit Entrichtung der Reitabgabe erhält man bei der Unteren Landschaftsbehörde die Reitplaketten, die auf die Kennzeichen aufzukleben sind. Die Einnahmen aus der Reitabgabe führt die Kreis- bzw. Stadtverwaltung an die zuständige Bezirksregierung ab.

Die Kosten für die Neubeantragung liegen je nach Kreis, bzw. Stadt zwischen 25,00 und 40,00 Euro pro Jahr.

Ordnungswidrigkeiten

Mit einem Bußgeld kann belegt werden, wer außerhalb der Wege oder ohne Kennzeichen reitet.